Lameco
Lameco Eskrima ist eine philippinische Kampfkunst die als Stilrichtung unter den groben Überbegriff Arnis, Kali, Eskrima fällt. Es wurde am 25. September 1981 von Punong Guro Edgar G. Sulite gegründet, um alle verschieden Stilrichtungen der Kampfkünste, die er in den Philippinen von diversen Meistern erlernt hatte, gleichermaßen und gerecht zu vertreten. Da gleich mehrere Großmeister die Hoffnung hatten, daß Punong Guro Sulite nach ihrem Tod ihren persönlichen Stil erben und weiter verbreiten würde, sah er sich einem Problem gegenüber. Würde er einen Stil allen anderen vorziehen und sich entschließen, diesen zu vertreten, würden alle anderen Großmeister, von denen er Unterricht bekam denken, er lehre alle ihren Geheimnisse und Techniken unter dem Namen des einen Systems, das er repräsentiere und ihnen nicht den Dank und die Achtung zukommen lasse, die ihnen gebühre. Um dieser Zwickmühle zu entgehen, gründete Punong Guro das Lameco Eskrima, das sich terminologisch aus den Begriffen Largo ("La"), Medio ("Me") und Corto ("Co") zusammensetzt. Hierbei steht Largo für lange, Medio für mittlere und Corto für kurze Reichweite bzw. für all die Systeme, die sich auf die jeweilige Distanz spezialisiert hatten. Dementsprechend ist Lameco Eskrima ein System, das alle Kampfdistanzen beinhaltet und sich auch entsprechend spezialisiert. Dies war für Punong Guro Sulite der einzige Weg das Wissen, das er von all seinen Lehrern erlernt und angesammelt hatte an seine Schüler weiterzugeben ohne sich als respektlos gegenüber einem oder mehreren von ihnen zu erweisen. Edgar Sulite behauptete nie, allein für Lameco verantwortlich zu sein sondern zollte immer all seinen Lehrern Respekt und würdigte den Beitrag eines jeden einzelnen von ihnen zum gesamten System.

Folgende Systeme waren für Punong Guro Sulite die Haupteinflüsse in der Entwicklung des Lameco:

Diese Systeme waren die Nebeneinflüsse:

Unter Haupteinflüssen hat man Systeme oder Personen zu verstehen, in denen oder unter denen Punong Guro Sulite jeweils mehrere Jahre trainiert hatte bzw. die er von Grund auf erlernt hatte, die Nebeneinflüsse waren Stile, repräsentiert durch Personen, mit denen er gelegentlich zusammen übte und/oder sich zum freien Meinungsaustausch traf. Zur Zeit seines frühen Todes im April ´97 hatte Punong Guro Edgar G. Sulite gerade einmal 24 Haupt- und 31 Unterinstruktoren Weltweit lizenziert.